Wie wird die Osternacht gefeiert?

Die Feier der Osternacht ist einer der ältesten und wichtigsten liturgischen Festtage innerhalb der christlichen Kirchen und findet traditionell in der Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag statt - dies ist auch zu Ostern 2017 der Fall.

In Mittel- und Westeuropa beginnt die Feier der Osternacht stets innerhalb der dunklen Stunden, frühestens kurz nach Sonnenuntergang und spätestens einige Stunden vor Sonnenaufgang des Folgetages. Der Karsamstag wird üblicherweise in stillem Gebet begangen. Innerhalb von Teilen der griechisch-katholischen Kirche sowie orthodoxen Formen des Christentums beginnen die Zeremonien zur Osternacht bereits am frühen Mittag des Karsamstages, mindestens jedoch zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Diese Form der Feierlichkeiten wird stets mit dem Abhalten der Vesper eingeleitet, dem liturgischen Abendgebet.

Die Traditionen der Osternacht umfassen Rituale des Wachens und Betens und stehen metaphorisch für das Erwarten der Auferstehung Jesu Christi von den Toten mit dem Anbruch des folgenden Ostersonntages. Somit steht sie in ihrer Symbolik für den Übergang vom Tod zurück ins Leben und vom Dunkel ins Licht.

Obwohl sich die Glaubenszeremonien je nach christlicher Glaubensrichtung bedingt voneinander unterscheiden, spielt das Licht stets eine entscheidende Rolle während der Osternacht. Kerzen, Lichter oder ein Osterfeuer sind üblicherweise in unterschiedlichen Formen in die Gottesdienste integriert. Innerhalb einiger Kirchen werden diese bereits zu Beginn der Nacht entzündet, in anderen beginnen die Feierlichkeiten in symbolträchtiger Dunkelheit und markieren dann mit dem später folgenden Entzünden der Lichter das Nahen der Auferstehung.

Auf den Gottesdienst der Osternacht folgen zu deren Ende hin die Taufliturgie und Eucharistiefeier, welche sich ebenfalls je nach Konfession stark unterscheiden können. Ihnen gemeinsam ist jedoch die Vergegenwärtigung des Sterbens und Auferstehens Jesu und dessen Verkündung als Heilsereignis. Die Gegenwart Jesu Christi in der Gemeinschaft wird dabei durch Gebete, Lesungen oder die Gabe von Brot und Wein symbolisiert.

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